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Chronik der DDR: Das Jahr 1949

1. Januar 1949 Der FDGB (»Freier Deutscher Gewerkschaftsbund«) wird in den

 Weltgewerkschaftsbund aufgenommen.

7. Januar  1949 Der FDJ-Zentralrat beantragt, alle Jugendherbergen des

 ehemaligen Jugendherbergsverbandes der FDJ zu übereignen.

25. Januar 1949 In Warschau gründen UdSSR, CSSR, Polen, Ungarn, Rumänien und

 Bulgarien den »Rat für Gegenseitige Wirtschaftshilfe«.

25. bis 28. Januar 1949 Die erste Parteikonferenz der SED berät weitere

 Maßnahmen zur »Festigung des antifaschistisch-demokratischen Aufbaus«.

8. Februar 1949 Die »Universität Berlin« wird in »Humboldt-Universität«

 umbenannt.

11. bis 13. Februar 1949 Die ersten Wintersport-Zonenmeisterschaften werden

 in Oberhof ausgetragen.

4. April 1949 Tausend sowjetische Traktoren für die Landwirtschaft in der SBZ

 treffen ein.

8. Mai 1949 Zum 4. Jahrestag des Kriegsendes wird in Berlin-Treptow ein

 Ehrenmal für gefallene Sowjetsoldaten eingeweiht: Mittelpunkt der Anlage

 ist der Ehrenhügel, auf dem das Mausoleum steht. Es ist der Sockel einer

 11,60 Meter hohen Soldatenfigur, die ein Kind trägt und in der rechten

 Hand ein gesenktes Schwert hält, das das Hakenkreuz zerschlagen hat.

10. Mai 1949 Bonn wird vom Parlamentarischen Rat in den Westzonen als

 Hauptstadt der künftigen Bundesrepublik bestimmt.

23. Mai 1949 Bei den ersten SBZ-Meisterschaften im Tischtennis gewinnen die

 Männer von BSG Carl Zeiss. Den Frauentitel holt sich Post Magdeburg.

27. Mai 1949 Die DEFA zeigt »Quartett zu dritt«, eine Komödie über

 Männermangel nach dem Krieg.

26. Juni 1949 Die Sportgemeinschaft Halle schlägt Fortuna Erfurt mit 4 : 1,

 wird Fußball-Zonenmeister.

24. Juli 1949 Erstmals seit Kriegsende: Leichtathleten aus beiden Teilen

 Deutschlands treten zum Wettkampf im Poststadion Berlin an.

14. August 1949 In Westdeutschland wird der erste deutsche Bundestag gewählt,

 der kurz darauf Konrad Adenauer als ersten Bundeskanzler der

 Bundesrepublik bestätigt.

25. August 1949 Zum ersten Mal werden die Nationalpreise durch den Deutschen

 Volksrat in Weimar verliehen. Preisträger sind u. a. Friedrich Wolf und

 Johannes R. Becher.

 9. bis 18. September 1949 Nach 21 Jahren wieder ein Amateurradrennen in

 Ostdeutschland: knapp 1 200 Kilometer, sieben Etappen. Tausende Zuschauer

 jubeln an den Straßen im Land.

10. September 1949 Berlin - Hamburg: erste Strecke der Interzonenzüge.

25. September 1949 Erstes Nachkriegsrennen auf dem Sachsenring. Sieger: Paul

 Greifzu.

7. Oktober  1949 Gründungstag der DDR. Die provisorische Volkskammer setzt die

 Verfassung in Kraft und bestimmt Ost-Berlin zur künftigen Hauptstadt der

 Deutschen Demokratischen Republik.

11. Oktober 1949 Erster Präsident der DDR wird Wilhelm Pieck. FDJler Erich

 Honecker (Foto Mitte) überreicht das »Gelöbnis der Jugend«.

12. Oktober 1949 Chef der Provisorischen Regierung der DDR wird Otto

 Grotewohl (im Foto links).

15. bis 25. Oktober 1949 Die UdSSR nimmt als erster Staat weltweit

 diplomatische Beziehungen mit der DDR auf. Auch Albanien, Bulgarien,

 China, Nordkorea, Polen, Rumänien, die Tschechoslowakei und Ungarn

 erkennen die DDR an.

7. November 1949 Erstmals wird auf dem Berliner August-Bebel-Platz vom

 »Zentralen Orchester des Ministeriums des Inneren« die Nationalhymne der

 DDR gespielt.

12. November 1949 »Herr Puntila und sein Knecht Matti«, das erste

 Brecht-Stück des Berliner Ensembles, an provisorischer Spielstätte. Den

 Matti spielt Erwin Geschonneck.

21. November 1949 In der Hauptstadt wird die Frankfurter Allee in Stalinallee

 umbenannt.

1. Dezember 1949 Das FDJ-Abzeichen Für gutes Wissen wird zum ersten Male

 verliehen.


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