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Chronik der DDR: Das Jahr 1951

1. Januar 1951  Symbolischer Startschuss für den ersten Fünfjahresplan der DDR

 durch Minister Fritz Selbmann. Motto: Frieden, Einheit, Wohlstand.

11. bis 14. 1951 Januar In Oberhof finden die ersten Meisterschaften im

 Wintersport für Junge Pioniere statt.

13. Januar 1951 Die Leuna-Werke, größter Produktionsbetrieb in der gesamten

 DDR, erhalten den Namen Walter Ulbricht.

31. Januar 1951 Die Volkskammer appelliert an den Bundestag in Bonn:

 "Deutsche an einen Tisch"!

23. Februar 1951 Die Rationierung von Textilien in der DDR wird

 aufgehoben.

17. März 1951 Bert Brecht und Paul Dessau feiern Erfolge. Die Uraufführung

 ihrer Oper »Das Verhör des Lukullus« wird mit Ovationen gefeiert - aber

 schon nach wenigen Vorstellungen von der SED wieder abgesetzt.

25. März 1951 Das erste Straßenradrennen für Frauen in der DDR (damals über

 22 Kilometer) gewinnt Erika Fuchs.

22. April 1951 Das Nationale Olympische Komitee (NOK) der DDR wird im

 Berliner Roten Rathaus gegründet. Erster Präsident ist der frühere

 Leichtathlet Kurt Edel.

27. April 1951 Die Fußballer Fritz Gödicke und Werner Oberländer werden laut

 Umfrage vom »Deutschen Sportecho« zu den populärsten DDR-Sportlern des

 Jahres gekürt.

26. Mai 1951 An der Universität Rostock wird die Fakultät für

 Schiffsbautechnik eingeweiht.

26. Juni 1951 Die BRD verbietet die sozialistische Freie Deutsche Jugend (FDJ) im Westen Deutschlands als verfassungsfeindliche Organisation.

12. Juli 1951 In der DDR werden die Arbeitsämter abgeschafft.

3. August 1951 Das erste Stalin-Denkmal wird mit einem großen Festakt in Ost-Berlin enthüllt.

 5. bis 19. August 1951 III. Weltfestspiele der Jugend in Ost-Berlin mit mehr

 als zwei Millionen Jugendlichen aus der ganzen Welt.

16. August 1951 Der Ministerrat beschließt die Gründung eines Amtes für

 Literatur, zur Erteilung - und zur Nichterteilung - von

 Druckgenehmigungen.

31. August 1951 Legendäre DEFA-Filmpremiere: Heinrich Manns »Der Untertan« -

 unter der Regie von Wolfgang Staudte mit Werner Peters und Sabine Thalbach

 in den Hauptrollen. Später erhält das Werk auf dem Filmfest im

 tschechischen Karlovy Vary den Ehrenpreis.

 20. September 1951 Das Abkommen zum Interzonenhandel zwischen BRD und DDR

 wird unterzeichnet.

20. September 1951 Der erste Hochofen im Eisenhüttenkombinat Ost wird nach

 knapp neunmonatiger Bauzeit angeblasen. Bis 1954 folgen fünf weitere

 Hochöfen.

8. Oktober 1951 Die immer noch währende Rationierung vieler Produkte wird von

 der DDR-Führung - bis auf die für Fleisch, Fett und Zucker - offiziell

 aufgehoben. Und es werden Preissenkungen für Textilien und Backwaren

 eingeleitet.

15. Oktober 1951 Der erste Niederschachtofen der Welt wird in Calbe in

 Betrieb genommen.

24. Oktober 1951 Trennung jetzt auch in der Literatur: Der bislang

 gesamtdeutsche Schriftstellerverband PEN spaltet sich auf seiner

 Jahreshauptversammlung in einen Ost- und einen Westverband.

8. Dezember 1951 In Leipzig wird der III. Deutsche Bauerntag eröffnet. In den

 Reden geht es darum, wie die Produktivität der Landwirtschaft weiter

 gesteigert werden kann.

8. Dezember 1951 Gesamtdeutsche Sportkonferenz in Berlin mit rund 700

 Teilnehmern. Die Funktionäre aus Ost und West erzielen keine Ergebnisse.

14. Dezember 1951 DEFA-Filmpremiere »Die Meere rufen« mit Kurt Jung-Alsen und

 Martin Flörchinger.

21. Dezember 1951 Feierliche Eröffnung des Zentral-Theaters in Magdeburg mit

 Ernst Fischers »Der große Verrat« - ein Stück über den Bruch Titos mit

 Stalin.

22. Dezember 1951 Im Rahmen des »Nationalen Aufbauwerks« konstituiert sich

 das »Nationale Komitee für den Neuaufbau Berlins«.


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