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Chronik der DDR: Das Jahr 1953

3. Januar 1953 Ein Ehrentitel für Spitzensportler wird erstmals vergeben:

 "Meister des Sports".

7. Januar 1953 In der Berliner Stalinallee werden die ersten 70 neu gebauten

Wohnungen bezogen.

30. Januar Grundsteinlegung zum Neuaufbau des stark zerstörten Rostock.

4. Februar 1953 Die Versorgungslage spitzt sich zu. Grund dafür ist neben der sozialistischen Misswirtschaft die anhaltende Verhaftungswelle. Insbesondere zahlreiche mittelständische und Klein-Unternehmer, und Privat-Bauern werden aus nichtigen Gründen inhaftiert, um sie zu kriminalisieren und zu enteignen. Außerdem hält auch die Fluchtwelle gen Westen an, was insbesondere in der Landwirtschaft für Produktionsausfälle sorgt. DDR-Ministerpräsident Otto Grotewohl fordert alle Werktätigen zu strengster Sparsamkeit auf. 

5. März 1953 Mit 73 Jahren stirbt der sowjetische Partei- und Regierungschef

Josef Stalin an den Folgen eines schweren Schlaganfalls.

8. März 1953 Der 8. Internationale Frauentag seit Kriegsende wird im ganzen

Land mit Losungen und Parolen angekündigt.

30. März 1953 58 600 Bürger haben die DDR allein in diesem Monat Richtung

Westen verlassen.

9. April 1953 Die Rationierung von Schuhen wird aufgehoben.

20. April 1953 Der kommunistische  Schriftsteller Erich Weinert stirbt ("Erziehung vor Stalingrad") mit 63 Jahren.

7. Mai 1953 Das Wohngebiet des Eisenhüttenkombinates erhält den Namen

 "Stalinstadt".

20. Mai 1953 Aus Anlass des 135. Marx-Geburtstags wird Chemnitz in

 Karl-Marx-Stadt umbenannt.

28. Mai 1953 Das ZK der SED beschließt eine Erhöhung der Arbeitsnormen um

 mehr als zehn Prozent.

 16. Juni 1953 Aus Protest gegen die Normerhöhung legen Bauarbeiter in Berlin die Arbeit nieder.

17. Juni 1953 Aus dem Bauarbeiterstreik wird ein Aufstand gegen die

DDR-Regierung. In mehreren hundert Städten und Gemeinden der DDR kommt es zu Aufständen gegen die SED.  Am Nachmittag rücken Sowjetpanzer gegen die Aufständischen vor und schlagen den Aufstand nieder. Es gibt mehrere Dutzend Tote. Tausende werden verhaftet und viele davon später zu langen Haftstrafen verurteilt.

21. Juni 1953 Die Normerhöhungen werden von der DDR-Regierung zurückgenommen.

25. Juni 1953 Die erste Ausgabe von FRÖSI (Fröhlich sein und singen)

erscheint.

1. Juli 1953 Die wegen der schlechten Wirtschaftslage veranlassten

Stromsperren für DDR-Haushalte werden abgeschafft.

15. Juli 1953 Die wegen ihrer harten politischen Urteil gefürchtete DDR-Richterin Hilde Benjamin wird neue Justizministerin der DDR.Sie tritt für eine harte Abrechnung des SED-Regimes mit den Aufständischen vom 17. Juni ein. 19. August 1953 In Budapest stellt Läuferin Ursula Jurewitz mit 2:12,6

Minuten ober 880 Yards den ersten amtlichen Weltrekord für die DDR auf.

21. bis 30. August 1953 Gustav- Adolf "Täve" Schur gewinnt die 5.

DDR-Radrundfahrt, wird später beliebtester Sportler des Jahres.

13. September 1953 Machtwechsel in Moskau: Nikita Chruschtschow wird Erster Sekretär des Zentralkomitees der KPdSU.

29. September 1953 Der Aufruf vom FDGB an die Werktätigen bringt die Probleme der DDR-Wirtschaft auf den Punkt: "Mehr, besser, billiger produzieren".

3. Oktober 1953 "Hurra, Humor ist eingeplant" - heißt der Titel des ersten

Programms im Berliner Kabarett "Die Distel".

7. Oktober 1953 Wilhelm Pieck wird einstimmig als Präsident der DDR

wiedergewählt.

7. Oktober 1953 Beginn der beliebten TV-Sendereihe: "Aus unserer

Wunschmappe".

24. Oktober 1953 Der DDR-Keglerverband wird in den internationalen

Keglerverband aufgenommen.

12. Dezember 1953 Gründung des VEB Sport-Toto.

13. Dezember 1953 Die Schulen feiern den fünften Pionier-Geburtstag.

23. Dezember 1953 Einer der erfolgreichsten DEFA-Kinderfilme hat Premiere:

Der kleine Muck, in der Regie von Wolfgang Staudte.

 


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