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Ich habe Nein gesagt



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"Ich habe Nein gesagt"

Zivilcourage in der DDR.

 

Ein Buch von Gerald Praschl und Marco Hecht, Homilius-Verlag, Berlin 2002

ISBN 3-89706891-5, Euro 9,90.

Mit einem Vorwort von Bundestagspräsident Wolfgang Thierse

 

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"Ihr ganzer Geheim-Krimskrams interessiert mich nicht.

Nein, ich unterschreibe nicht!"

Die Postbotin Dolores Schwarz aus Markgrafenheide 1985 zu einem Stasi-Offizier, der von ihr eine Verpflichtung als Spitzel forderte

 

 

"Ich war hin und her gerissen. Das Tonband lief weiter. Mir war völlig klar: Wenn ich jetzt Nein sage, kann es mit mir beruflich und privat nur noch bergab gehen. Doch ich sagte Nein, erst einmal etwas zögerlich, und dann ein weiteres Mal deutlich und bestimmt (....) Am 15. August 1973, morgens um 6 Uhr, kamen sie und haben mich verhaftet."

Der Leipziger Kellner Dieter Veit über einen Anwerbungsversuch der Stasi 1973. Und den Beginn seines Leidenswegs im DDR-Gefängnis

 

Die Geschichten in diesem Buch erzählen von Zivilcourage. Es sind Geschichten von Menschen, die "Nein" gesagt haben. "Nein" zu einer Spitzeltätigkeit für die Staatssicherheit der 1989 untergegangenen DDR.

 

Ein Kellner, ein Hochseefischer, eine Postbotin, eine Näherin .... es sind sogenannte "kleine Leute". Die meisten hatten sich mit ihrem Leben in der DDR arrangiert. Nur spitzeln, das wollten sie nicht. Kaum einer von ihnen verweigerte sich sofort. Sie schildern ihren Zwiespalt zwischen der Loyalität zur SED-Staatsmacht, ihrer Angst vor dem mächtigen und undurchschaubaren Staatssicherheitsdienst und ihrem Gewissen.

 

Ein Buch, das zeigt, wie mutig viele Menschen in der ehemaligen DDR der Diktatur widerstanden haben, am Beispiel derer, die sich einer Anwerbung als IM der Staatssicherheit widersetzten.

*

"Ich habe Nein gesagt" ist ein Plädoyer für Zivilcourage. Die Entscheidungssituationen sind heute anderer Art, aber an Aktualität hat dieses Plädoyer auch im zweiten Jahrzehnt der deutschen Einheit nichts verloren. Dieses Buch verdient viele Leser!"

Bundestagspräsident Wolfgang Thierse im Vorwort zu "Ich habe Nein gesagt"

Vorwort von Bundestagspräsident Wolfgang Thierse

 

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"Jochen Hans Thiele wurde 1963 - nach zwei Jahren Haft - aus der Haft entlassen. Sein Fall und noch viele andere, in denen DDR-Bürger Zivilcourage bewiesen und sich dem MfS verweigerten, sind in dem jüngst erschienenen Buch "Ich habe Nein gesagt" von Marco Hecht und Gerald Praschl dokumentiert. Das Buch ist eine gute Ergänzung zu unserer Ausstellung. Die dort geschilderten Fälle sind teilweise auch in der Ausstellung nachzuvollziehen und belegen eindringlich die Willkür der vom SED-Staat abhängigen Justiz. Sie belegen aber auch, welchen Mut diese Menschen aufbrachten und welche Nachteile sie dadurch in Kauf nahmen, dass Sie sich nicht an die Stasi verkauften."

 

Bundesjustizministerin Brigitte Zypries in einer Rede anlässlich der Eröffnung der Ausstellung "Im Namen des Volkes?- Über die Justiz im SED-Staat" am 24. März 2003 (komplette Rede  von Bundesjustizminister Zypries)

 

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Rezensionen:

Deutsche Presseagentur dpa, Autorin Frauke Kaberka

Frankfurter Allgemeine Zeitung, Autor Prof. Dr. Wolfgang Schuller

Rezension im Vorwärts, Autorin Angelika Gelan


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