Chronik der DDR: Das Jahr 1973

5. Januar bis 9. Februar 1973 Diplomatischer Durchbruch für die DDR: 17 Staaten, darunter Frankreich und Großbritannien, nehmen Beziehungen auf. Zu Honeckers Neujahrsempfang am 12. Januar erscheinen Vertreter aus 70 Staaten.
13. Januar 1973 Riesenärger nach der 7. Sendung von »Ein Kessel Buntes«. Manfred Krug verjazzt einen Operettentitel und das Kabarett Distel kritisiert die Neubauten. Einige Mitarbeiter im Kessel-Kollektiv werden ausgewechselt.
5. bis 11. Februar 1973 Christine Errath wird Europameisterin bei der Eiskunstlauf-EM in Köln.
10. Februar 1973 Bertolt Brechts (1898-1956) letztes Stück »Turandot oder Der Kongress der Weißwäscher« wird anlässlich seines 75. Geburtstages uraufgeführt.
20. Februar 1973 Ein zeitlich unbefristetes Rahmenabkommen über Erdöl-Lieferungen der UdSSR an die DDR wird unterzeichnet.
21. Februar 1973 Hans-Joachim Hoffmann löst Klaus Gysi als Kulturminister ab.
9. bis 11. März 1973 Hans-Georg Aschenbach aus Brotterode (Thüringen) wird Skiflug-Weltmeister in Oberstdorf.
16. März 1973 Manfred Ewald wird neuer Chef des Nationalen Olympischen Komitees der DDR.
27. März 1973 Das Politbüro beschließt den Bau des Palastes der Republik.
2. April 1973 Unter strenger Überwachung dürfen erstmals westdeutsche Korrespondenten von ARD, ZDF und einigen Zeitungen als akkreditierte Korrespondenten aus der DDR berichten.
13. bis 14. April 1973 Kornelia Ender schwimmt in Berlin Weltrekorde über 200 Meter Lagen (2:23,01 Minuten) und 100 Meter Schmetterling (1:03,05 Minuten).
29. April 1973 Im Berliner Kosmos-Kino hat »Die Legende von Paul und Paula« mit Winfried Glatzeder und Angelica Domröse Premiere. Buch: Ulrich Plenzdorf. 1,7 Mio Menschen sehen den DEFA-Erfolg im Kino.
13. Mai 1973 Turner Klaus Köste gewinnt Gold am Reck bei der EM in Grenoble.
13. Mai 1973 Nach mehreren Probeläufen findet der erste offizielle Rennsteiglauf statt.
1. Juni 1973 Die neuen Geldscheine der DDR kommen in Umlauf. Aufschrift: »Mark der Deutschen Demokratischen Republik«.
28. Juni 1973 DEFA-Premiere »Nicht schummeln, Liebling«. Hauptdarsteller: Frank Schöbel und Chris Doerk.
28. Juli bis 6. August 1973 Zu den »X. Weltfestspielen der Jugend und Studenten« in Berlin kommen Teilnehmer aus 140 Nationen.
1. August 1973 Mit 80 Jahren stirbt der 1971 als SED-Chef abgesetzte Walter Ulbricht am Döllnsee bei Berlin.
7. August 1973 Neue Anordnung: Frauen über 40 und Männern über 45 kann die Facharbeiterqualifikation ohne Ausbildung und Prüfung zuerkannt werden, wenn sie über lange Berufserfahrung verfügen.
1. September 1973 Das Universitäts-Hochhaus in Leipzig wird eröffnet. Es wird zu einem neuen Wahrzeichen der Messestadt.
18. September 1973 Großer außenpolitischer Triumph für die SED-Führung. Gleichzeitig mit der BRD wird die DDR als 133. Staat in die UNO aufgenommen.
2. November 1973 Grundsteinlegung für den Palast der Republik .
21. November 1973 Der einmillionste Trabant läuft vom Band.
13. Dezember 1973 Das bisher blaue Halstuch tragen künftig nur noch die Jungpioniere. Thälmann-Pioniere bekommen in der vierten Klasse ein rotes Tuch.
19. Dezember1973 Das »Devisengesetz« wird gelockert. Auch DDR-Bürger dürfen im »Intershop« einkaufen.
20. Dezember 1973 Fernsehlieblinge u.a. Peter Borgelt, Rolf Herricht, Chris Doerk und Dagmar Frederic.
31. Dezember 1973 Die Hits des Jahres werden unter anderem: »Wenn ein Mensch lebt« (Puhdys), »Und ich geh in den Tag« (Reinhard Lakomy).

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