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Chronik der DDR: Das Jahr 1968

12. Januar 1968 In der DDR tritt ein neues Strafgesetzbuch in Kraft. Es stellt zahlreiche politische Delikte, abhängig vom Grad der »Gesellschaftsgefährlichkeit« und der persönlichen Einstellung zum sozialistischen Staat, unter Strafe. Strafen für politische Delikte werden verschärft.

 

1. Februar 1968 »Ich war neunzehn«. Der DEFA-Nachkriegsfilm unter der Regie von Konrad Wolf mit Jaecki Schwarz und Jenny Gröllmann hat Premiere.

 

8. bis 18. Februar 1968 Olympische Winterspiele in Grenoble (Frankreich). Thomas Köhler holt 1 x Gold und 1 x Silber im Rennschlitten, Gaby Seyfert Silber im Eiskunstlauf.

 

17. März 1968 Der fünfteilige Fernsehfilm »Ich - Axel Cäsar Springer« mit Horst Drinda wird ausgestrahlt.

 

6. April 1968 Volksentscheid für eine neue »sozialistische« Verfassung in der DDR. Als Ergebnis wird eine Zustimmung von 94,95 Prozent bekannt gegeben.

 

24. April 1968 John Heartfield, Begründer der »politischen Fotomontage«, stirbt in Ost-Berlin.

 

9. bis 24. Mai 1968 Bei der XXI. Internationalen Friedensfahrt siegt Axel Peschel in der Einzelwertung.

 

30. Mai 1968 Auf Weisung der SED-Führung wird die 800 Jahre alte Leipziger Universitätskirche gesprengt. Junge Studenten, die dagegen protestieren, werden zu langjähriger Haft verurteilt.

 

13. bis 15. Juni 1968 Der 10. Bauernkongress berät über die Forderungen der SED, den Übergang zur »industriellen Organisation und Leitung in der Landwirtschaft« einzuleiten.

 

21. Juni 1968 DEFA-Premiere von »Heißer Sommer« mit Frank Schöbel und Chris Doerk.

 

1. Juli 1968 Die DDR und die BRD treten dem Atomwaffen-Sperr vertrag bei und verpflichten sich damit, keine Atomwaffen zu entwickeln.

 

1. Juli 1968 Eine freiwillige Zusatzrenten-Versicherung wird eingeführt. Die Monatsbeiträge liegen zwischen 10 und 200 Mark.

 

8. Juli 1968 Während der Ostseewoche in Rostock-Warnemünde eröffnet die Gaststätte »Teepott«, die bald unter den Ostsee-Badegästen Kult wird. Der markante Bau stammt von Architekt Ulrich Müther.

 

14. August 1968 Roland Matthes schwimmt in 2 : 07,5 Minuten neuen Weltrekord über 200 m Rücken.

 

20./21. August 1968 Einheiten der Nationalen Volksarmee der DDR beteiligen sich an der Besetzung der CSSR durch fünf Warschauer-Pakt-Staaten. Damit wird der »Prager Frühling«, der tschechische Versuch einer Demokratisierung des kommunistischen Systems, gewaltsam niedergeschlagen.

 

22. August 1968 Das »konsument« -Warenhaus in Leipzig öffnet nach dreijähriger Umbauphase.

 

12. bis 27. Oktober 1968 Olympische Sommerspiele in Mexiko-City. 9 x Gold, 9 x Silber und 7 x Bronze für die DDR. U. a. siegen Schwimmer Roland Matthes über 100 m Rücken und Boxer Manfred Wolke im Weltergewicht.

 

15. Oktober 1968 Das DDR-Gesangsduo Monika Hauff/Klaus-Dieter Henkler tritt während der Olympischen Spiele in Mexiko-City auf.

 

14. November 1968 Nach dem Roman von Anna Seghers kommt »Die Toten bleiben jung« in die Kinos.

 

21. November 1968 Premiere: »Hauptmann Florian von der Mühle« mit Manfred Krug und Rolf Herricht.

 

1. Dezember 1968 Ein neues Vollwaschmittel erobert die Läden: Spee aus dem Waschmittelwerk in Genthin.

 

12. Dezember 1968 Sportler des Jahres: Roland Matthes, Leichtathletin Margitta Gummel.

 

12. Dezember 1968 Fernsehlieblinge des Jahres werden u. a. Ursula Karusseit, Erika Radtke, Klaus Feldmann, Hans Jacobus, Helmut Sakowski u. Otto Mellies.

 

31. Dezember 1968 Hits des Jahres: »Süß war der Apfel« von Andreas Holm, »Ich fand die eine« von Frank Schöbel und »Frag nicht den Wind« von Regina Thoss

 


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