Chronik der DDR: Das Jahr 1981

15. Januar 1981 Nach dem Roman »Franziska Linkerhand« kommt der Film »Unser kurzes Leben« in die Kinos.
1. Februar 1981 In Cortina d’Ampez-zo/Italien werden Hans-Jürgen Gerhardt und Bernhard Germeshausen Weltmeister im Zweierbob.
9. Februar 1981 Als Nachfolger von Günter Gaus wird Klaus Bölling neuer Ständiger Vertreter der Bundesrepublik in der DDR.
14. März 1981 In Caputh (bei Potsdam) wird das Albert-Einstein-Museum eingeweiht.
19. März 1981 Erste Anzeichen eines wirtschaftlichen Zusammenbruchs des Ostblocks. Die UdSSR kürzt aus Devisenmangel ihre Erdöllieferungen an alle »Bruderländer« drastisch. Die klamme DDR muss Erdöl gegen Devisen im Westen kaufen.
20. März 1981 In Berlin öffnet das Sport- und Erholungszentrum SEZ mit Wellenbad und Schwimmhalle.
10. April 1981 Mord oder Selbstmord? Der junge DDR-Oppositionelle Matthias Domaschk aus Jena wird von der Stasi verhaftet und kommt wenig später in der Geraer U-Haft-Anstalt der Staatssicherheit ums Leben.
11. bis 16. April 1981 Auf dem X. Parteitag der SED rückt Günter Schabowski als Kandidat ins Politbüro auf.
29. April 1981 Zum 200. Geburtstag des Baumeisters Karl Friedrich Schinkel werden die zur Schlossbrücke in Ostberlin gehörenden Skulpturen wieder aufgebaut.
25. bis 31. Mai 1981 Während seines Staatsbesuches in Japan vereinbart Erich Honecker die Lieferung von 1 000 Pkw der Marke Mazda in die DDR. Die Autos werden überwiegend an Privilegierte verteilt.
29. Mai 1981 Anordnung des Ministeriums für Volksbildung. Der umstrittene Wehrkundeunterricht jetzt auch an den Erweiterten Oberschulen in den Klassen 11 und 12.
14. Juni 1981 Erneuter, trauriger Höhepunkt der Wahlfälschungen bei den Volkskammer-Wahlen in der DDR: 99,86 Prozent für die Kandidaten der Nationalen Front.
20. Juni 1981 Das frühere Salzbergwerk Morsleben im Bezirk Magdeburg wird zur zentralen Endlagerstätte für radioaktive Abfälle.
26. Juni 1981 Obwohl die DDR die Todesstrafe Mitte der 70er Jahre ausgesetzt hat, wird nach einem Geheimprozess der MfS-Hauptmann Werner Teske per Genickschuss in Leipzig hingerichtet. Er hatte versucht, sich in den Westen abzusetzen.
13. August 1981 Der 20. Jahrestag des Mauerbaus wird von der SED-Führung gefeiert. Erich Honecker kritisiert Reagans Entscheidung, die Neutronenbombe zu bauen.
20. August 1981 In Ost und West wächst die Angst vor dem Atomkrieg: 150 europäische Schriftsteller, darunter Heinrich Böll (BRD) und Anna Seghers (DDR), setzen sich in einem gemeinsamen Appell gegen das Wettrüsten der Supermächte ein.
1. Oktober 1981 Der "Kanzlerspion" Günter Guillaume, der den ehemaligen Bundeskanzler Willy Brandt für die DDR ausspionierte und 1974 verhaftet wurde, wird im Zuge eines Agentenaustausches in die DDR entlassen.
8. Oktober 1981 Das neue, 100 Mio. Mark teure Gewandhaus in Leipzig wird eingeweiht. Zur Eröffnungspremiere dirigiert Kurt Masur.
11. bis 13. Dezember 1981 Annäherung: Erich Honecker und Bundeskanzler Helmut Schmidt treffen sich am Werbellinsee in der DDR. Schmidt besucht später noch die Stadt Güstrow. Eine symbolträchtige Geste rührt alle Deutschen: Zum Abschied reicht Honecker Helmut Schmidt einen Bonbon ans Zugfenster
13. Dezember 1981 Ein Schock für ganz Europa: Die kommunistische Führung unter General Jaruzelski verhängt in Polen das Kriegsrecht. Damit soll die für mehr Freiheit und Demokratie kämpfende polnische Gewerkschaftsbewegung Solidarnosc unterdrückt werden.
18. Dezember 1981 Fernsehlieblinge des Jahres werden u. a. Helga Hahnemann, Herbert Köfer, Klaus Feldmann und O. F. Weidling.
31. Dezember 1981 Hits des Jahres: »Frau am Fenster« (Gaby Rückert), »Hallo Mary-Lou« (Prinzip), »Der letzte Kunde« (Familie Silly). 
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