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Gefängnisse und Lager in SBZ und DDR 1945 bis 1989

 

Fotos: Bund der Stalinistisch Verfolgten. Text: Gerald Praschl

 

 

In der DDR gab es 44 Gefängnisse und 33 U-Haftanstalten, davon 16 des Ministeriums für Staatssicherheit. Etwa 180 000 Menschen saßen zwischen 1949 und 1989 aus politischen Gründen in DDR-Haft. Besonders viele in den Haftanstalten Bautzen, in Berlin-Hohenschönhausen (U-Haft des MfS-Hauptquartiers), Cottbus und Brandenburg.

 

Weitere etwa 122 000 Menschen waren in den ersten Nachkriegsjahren in 11 sowjetischen Lagern, unter anderem in den ehemaligen NS- Konzentrationslagern Sachsenhausen (Oranienburg) und Buchenwald (Weimar), im Osten Deutschlands interniert. Unter den Häftlingen waren alte Nazis und Kriegsverbrecher, aber auch viele demokratische Oppositionelle, Opfer der systematischen Enteignungsmaßnahmen von Industrie- und Grundbesitz und sogar kommunistische Funktionäre, die in Ungnade gefallen waren. Jeder dritte Insasse dieser Lager, insgesamt 42 800 Menschen, kam durch Hunger und Krankheit darin um. Weitere 756 wurden zum Tode verurteilt. 12 770 weitere zur Zwangsarbeit in die Sowjetunion deportiert, 14200 zur weiteren Inhaftierung nach Auflösung der Lager 1950 in andere DDR-Gefängnisse transportiert. 45 000 Häftlinge wurden 1950 freigelassen.

 

Das berüchtigste DDR-Zuchthaus war in Bautzen, genannt "Das gelbe Elend" (Foto links). Es war der größte DDR-Knast für politische Häftlinge. Zeitweise saßen hier 6000 Menschen.



Das einstige Geheimgefängnis der Staatssicherheit in Berlin-Hohenschönhausen ist heute eine Gedenkstätte. Infos unter: www.stiftung-hsh.de



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