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SUPERillu: Harte Fakten über das "Zentralorgan des Ostens"

 

SUPERillu wurde im Sommer 1990 im damaligen Ost-Berlin gegründet. Die erste Ausgabe erschien am 23. August 1990 in der Noch-DDR, sechs Wochen vor der deutschen Wiedervereinigung.  Die zum Burda-Konzern gehörende wöchentliche Zeitschrift wird heute vor allem in Ostdeutschland gelesen und erreicht dort mit einer verkauften Auflage von ca. 550 000 Exemplaren mehr als drei Millionen Leser. SUPERillu erreicht damit im Osten Deutschland etwa 40 Prozent mehr Leser als "Der Spiegel", "Focus", "Stern" und "Bunte" zusammengerechnet. Ungefähr 20 Prozent aller Ostdeutschen lesen jede Woche SUPERillu. In ungefähr der Hälfte aller ostdeutschen Haushalte ist sie präsent. Im Westen Deutschlands hat SUPERillu etwa 60 000 Käufer und einige hunderttausend Leser, überwiegend ehemalige Ostdeutsche.

 

SUPERillu versteht sich als Familienillustrierte mit einem breiten Themenspektrum zwischen Ratgeber, Unterhaltung, Politik und Wirtschaftsthemen. Themen der Aufarbeitung der DDR-Vergangenheit und der Entwicklung der deutschen Einheit spielen für die Redaktion eine besonders große Rolle. 

  

Eine 2004 von der unabhängigen Branchenzeitschrift Medientenor und der bundeseigenen Stiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur veröffentlichte Studie kam zu dem Ergebnis, dass SUPERillu unter den untersuchten 36 wichtigsten Fernseh-und Printmedien Deutschlands das Medium ist, das mit großem Abstand am meisten über Themen der deutschen Einheit berichtet. Mehr als fünf Prozent aller SUPERillu-Beiträge beschäftigen sich laut der Studie damit. Auf Platz zwei folgt "Die Zeit" (3,51 Prozent). Auf Platz drei das ARD-Magazin "Kontraste". Die Studie von Medientenor wertete auch aus, welche dieser 36 wichtigsten deutschen Medien am positivsten über die Folgen der deutschen Einheit berichten. SUPERillu und die Zeitung "Bild" lagen dabei auf Platz 1. Am negativsten bewerteten die Folgen der deutschen Einheit der Studie zufolge die ARD-Magazine "Fakt" und "Report" sowie das ZDF-Magazin "Frontal21" und unter den Printmedien "Bild am Sonntag" und "Der Spiegel".  Außerdem ergab die Studie, dass SUPERillu unter allen untersuchten Medien am meisten Themen zur  DDR-Vergangenheit veröffentlicht. Mehr als 9 Prozent aller Beiträge in SUPERillu beschäftigen sich demnach damit und haben dabei einen "durchaus kritischen DDR-Bezug", wie die Studie betont.

 

 

Info: Die Deutsche-Einheit-Studie von Medientenor zum Download

 

Toralf Staud in "Die Zeit" über SUPERillu





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